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Neun Preise für ein und dasselbe Flugticket

Trotz der weltweiten Finanzkrise fallen die diesjährigen Sommerferien nicht aus und die Billigflieger rühren kräftig die Werbetrommel: TUIfly macht mit einer Jukebox auf seine Preis-Sommerhits aufmerksam, Germanwings empfiehlt “Ab auf die Kanaren” und bei Condor heißt es: “Das fängt ja gut an” – Langstreckenflüge werden ab 249 Euro angeboten. Doch wer sich von den Internetseiten der Billigfluggesellschaften zu einer Denn die Preise auf den Seiten der Airlines und die Konkurrenzangebote bei Online-Reisebüros wie Expedia, Fly.de und Co. unterscheiden sich um bis zu 50 Prozent, wie eine Stichprobe der WELT ergab: “Die Airlines und Reisebüros verkaufen die Flüge mit Ihren jeweiligen Gebühren, und diese sind unterschiedlich hoch”, erklärt der Kölner Rechtsanwalt Gordon Pankalla, der das Verbraucherportal “billig-flieger-vergleich.de” betreibt. “Für den Kunden ist es sehr schwer, den jeweils besten Preis ausfindig zu machen. Dieses Preiswirrwarr können sie nicht mehr durchblicken”, sagt auch Otto Schweisgut, Vorstandsmitglied des Deutschen Reiseverbandes.

Den Plan vom Billigflug-Schnäppchen können sich Verbraucher also leicht zunichte machen, wenn sie bei der Buchung im Internet auf ein einziges Web-Reisebüro vertrauen. Wer beispielsweise mit Air Berlin von Hamburg nach München fliegen will, musste am 17. Juni auf der Homepage der Fluggesellschaft 109 Euro für Hin- und Rückflug zahlen. Bei der Buchung über zehn konkurrierende Internetreisebüros traf die WELT auf neun verschiedene Preise für ein und dasselbe Ticket. Expedia berechnete für die Verbindung nur 101,09 Euro, also fast zehn Prozent weniger. Richtig teuer wurde es dagegen über Tripado: Hier kostete das Ticket zum Testzeitpunkt 139 Euro – ein Aufschlag von knapp 40 Prozent gegenüber dem billigsten Anbieter. Ähnlich sieht es bei der Lufthansa-Verbindung zwischen Frankfurt und Düsseldorf aus. Den hauseigenen Ticketpreis von 138 Euro unterbietet die Konkurrenz von Fly.de um etwa 13 Euro, der Flug kostet hier 127,77 Euro. Wer über Wegolo den Buchungsauftrag gegeben hatte, zahlte im Vergleich zu Fly.de satte 65 Euro zuviel. Als Grund für die drastischen Preisunterschiede macht Billigflug-Experte Gordon Pankalla die undurchsichtige Preisgestaltung der Portale aus – denn die sind beim Ausklügeln von Zusatzgebühren sehr erfinderisch: “Da wird eine ominöse Servicepauschale berechnet, die manchmal auch als Verwaltungsgebühr bezeichnet wird.

Teilweise werden auch ungefragt Sonderleistungen angeboten – ehe sich der Kunde versieht, bekommt er für 2,49 Euro Aufpreis eine Auftragsbestätigung per SMS”, berichtet Pankalla. Bei Travelstart kümmert sich für 9,90 Euro ein persönlicher Kundenberater um die Buchung. Experte Pankalla rät, solche Dienste konsequent wegzuklicken und bei der Buchung auch auf Sonderaktionen zu achten: “Erst vor kurzem hat Expedia eine Aktion gehabt, bei der auf alle Gebühren verzichten wurde. Da hatte die Konkurrenz schon Tränen in den Augen”, berichtet Pankalla. Verbraucher sollten in jedem Falle bei mehreren Reisebüros eine Preisanfrage starten. “Erstaunlich ist, dass man über ein Reisebüro Flüge von Airlines sogar teilweise billiger buchen kann, als bei der Airline selbst”, verrät Billigflieger-Experte Gordon Pankalla. Und tatsächlich boten bei der WELT-Stichprobe die Buchungsmasken auf den Seiten der Fluggesellschaften keine Schnäppchengarantie: Nur in vier von zehn Testbuchungen lieferten die Webseiten von Air Berlin, Germanwings und Co. das beste Angebot, meist konnten die Mitbewerber durch Mengenrabatte oder sonstige Sonderkonditionen den offiziellen Preis der Airline unterbieten. Als besonders zielsicher bei der Suche nach dem günstigsten Flugpreis erwies sich Expedia.de – sechsmal förderte das Internetreisebüro den besten Preis zutage.

Beim Preisvergleich sollten Verbraucher die Buchung auch zu Testzwecken bis kurz vor Schluss durchführen, damit auch wirklich alle anfallenden Gebühren einberechnet sind. Bei der tatsächlichen Buchung muss darauf geachtet werden, dass alle gewünschten Gepäckstücke angegeben werden – die nachträgliche Aufgabe am Flughafen ist meist kompliziert und mit Extragebühren verbunden. Ratsam ist zudem ein Blick auf den Geschäftssitz des ausgewählten Anbieters: Einige Online-Reisebüros wie TerminalA.com bieten ihre Dienste aus dem Ausland an. Bei Problemen mit der Buchung müssten deutsche Verbraucher den Rechtsweg im Ausland beschreiten. Ist das Ticket bei Expedia, Fly.de und Co. gebucht, muss der Kunde es meist zu Hause ausdrucken – doch der Beleg, den der heimische Drucker ausspuckt, gilt noch nicht als endgültiger Flugschein. Das “richtige” Ticket bekommt der Reisende am Flughafen am Check-In, wenn er den Bestätigungscode seiner Buchung in ein spezielles Terminal eingibt.

Quelle: Die Welt, SEBASTIAN WIESCHOWSKI

In diesem Zusammenhang kann ich den Preisvergleich von Checkfelix empfehlen. Hier finden Sie aktuelle und günstige Preise für Flugtickets, Hotels und Mietwagen.

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1 comment to Neun Preise für ein und dasselbe Flugticket

  • Danke, über so Empfehlungen freuen wir uns immer.

    Es stimmt in der Tat, die Preise variieren dermaßen stark das es schwer fällt den Überblick zu gehalten. Deshalb haben wir über 250 Airlines und Online-Reisebüros in unsere Suche integriert. Am Besten mal bei uns eine Testsuche starten, dann sieht man schon das sich die Preisunterschiede teilweise im einstelligen Centbereich bewegen, die Konkurrenz ist groß!

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